Die schöne neue Finanzwelt

Wenn vom Leasing ohne Schufa-Auskunft die Rede ist, dann ist das zunächst einmal ein irreführender Begriff. Denn in aller Regel erfolgt zwar eine Schufa-Abfrage, aber die dient nicht als Bewertungsgrundlage. Bei dieser Art der Finanzierung ist vielmehr die individuelle Situation des Leasingnehmers das alles entscheidende Kriterium. Bei jedem Leasingnehmer wird seine ganz persönliche finanzielle Situation geprüft und dann entschieden, ob ein Leasingvertrag gewährt wird oder etwa abgelehnt wird. Ein negativer Schufa-Eintrag kann relevant sein, muss es aber keinesfalls. Oftmals wird in einem persönlichen Gespräch die gesamte Lebenssituation besprochen und bei entsprechender Einigung kann ein Leasingvertrag auch dann zustande kommen, wenn es negative Schufa-Einträge gibt.

Trotzdem ist beim Leasing ohne Schufa-Auskunft Vorsicht angebracht, denn selbstverständlich muss hier, genau wie bei jedem Kredit ein geregeltes monatliches Einkommen gewährleistet sein. Der entsprechende Nachweis, in Form von Lohn- oder Gehaltsabrechnungen, ist eine Selbstverständlichkeit.

In Zeiten des World Wide Web werden natürlich auch inzwischen alle Formen von Finanzierung und Leasing angeboten. Darunter natürlich auch die Angebote für Leasing ohne Schufa-Auskunft. Diese Anbieter gehen sogar noch einen Schritt weiter, sie übermitteln auch keine Daten, das bedeutet für den Leasingnehmer, der Leasingvertrag taucht nirgendswo auf.

Wer sich für solch ein Angebot entscheidet, dem sei gesagt, ein ganz besonderes Augenmerk auf das Kleingedruckte zu werfen. Denn hinter dem Sternchen oder auch gerne im Kleingedruckten verstecken Autohäuser genau wie viele andere Firmen und Institutionen, wichtige aber meist unerfreuliche Informationen. Gegebenenfalls sollte man auch beim Leasing ohne Schufa-Auskunft dieses Kleingedruckte telefonisch ganz genau hinterfragen.

Das beliebteste Objekt der Begierde ist inzwischen zweifellos das geliebte Auto. Das Auto, des deutschen liebstes Spielzeug, wird inzwischen aber auch immer öfter über Leasingverträge finanziert. Dies wissen auch Autofirmen und prangern mit dreidimensionalen Schriftzügen „3,60 %“ quer über ihrer hauseigenen Bank, einen Zinssatz an, der zunächst einmal noch keinerlei Aussagekraft hat. Deutlich kleiner folgt dann der gefettete Zusatz „3,60 % Tagesgeldzins“.

Da es sich bei Leasing um eine Art Miete handelt, sind Verbraucher viel eher bereit, sich auf solch einen Vertrag einzulassen. Man braucht einfach nur eine Leasinggebühr an den Händler zu zahlen und bekommt im gleichen Atemzug ein neues Auto, dass man über eine vereinbarte Laufzeit nutzen kann. Die Anzahlung, die die meisten Händler verlangen, ist meist die gleiche, wie sie auch bei einer Finanzierung verlangt wird. Einige Händler locken Kunden sogar mit Leasingangeboten, bei denen die Anzahlung von 20 % entfällt. Sicherlich eine der diversen Versuche, um aus der Talfahrt der Autokrise wieder herauszukommen.

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